OpenAI plant Medienberichten zufolge, seinen bisherigen Non-Profit-Status aufzugeben. Das schreibt unter anderem der Finanzdienst Bloomberg. Die Umwandlung in ein Unternehmen, das dann wie ein Startup agieren kann, könnte OpenAI
attraktiver für Investoren machen, schreibt auch das Wall Street Journal. “Wir konzentrieren uns weiterhin
auf die Entwicklung von KI, die allen zugutekommt”, teilte
OpenAI mit. “Die gemeinnützige Organisation ist das Herzstück
unserer Mission und wird auch weiterhin bestehen.” Ein Zeitplan steht demnach noch nicht.
Mit dem Umbau könnte der aktuelle OpenAI-Chef Sam Altman einen Anteil von sieben Prozent an dem
KI-Unternehmen bekommen, schreibt Bloomberg weiter. Altman hat bisher keine OpenAI-Beteiligung. In der neuen Struktur wäre nicht
mehr beschränkt, wie viel Geldgeber mit ihrer Investition verdienen
können. Aktuell versucht OpenAI demnach, bis zu 6,5 Milliarden Dollar von Investoren zu bekommen.
Führungspersonen verlassen OpenAI
Gleichzeitig verlassen erneut wichtige Führungspersonen OpenAI: Technologiechefin Mira Murati kündigte ihren Rückzug an. Auf X schrieb sie, sie wolle Zeit und Raum für eigene Forschungsarbeit schaffen, und bedankte sich bei Altman. Sie war im vergangenen Herbst kurzzeitig zur Chefin von OpenAI
ernannt worden, nachdem der Verwaltungsrat Altman aus dem Posten gedrängt hatte. Wenig Tage später kehrte Altman jedoch auf Druck von Mitarbeitern und des Großinvestors
Microsoft auf den Chefposten zurück. Murati unterstützte ihn.
Auch Forschungschef Bob McGrew und sein Vize Barrett Zoph verlassen OpenAI, wie Altman auf X bekannt gab. Im Mai hatte bereits Chef-Forscher Ilya Sutskever bei OpenAI aufgehört und ein Start-up für hochintelligente KI-Software gegründet. Ein weiterer Mitgründer von OpenAI, der Forscher John Schulman, war zum Konkurrenten Anthropic gegangen. Auch der für das Tagesgeschäft zuständige Chef Greg Brockman soll Medienberichten zufolge vor einem Abgang stehen.
OpenAI wurde 2015 als gemeinnütziger Verein gegründet. Vier Jahre
später kam OpenAI LP als gewinnorientierte Tochter hinzu, in die
unter anderem der Software-Konzern Microsoft Milliarden
investiert hat. Ende 2022 veröffentlichte OpenAI Unternehmen
ChatGPT, eine der bekanntesten Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Kritiker befürchten, dass OpenAI durch den Umbau zu einem gewinnorientierten Unternehmen die Tests
für mögliche negative Folgen von KI vernachlässigen könnte. Das
Unternehmen hatte zuvor bereits das betreffende Team aufgelöst.
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